Sprachwelten

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Was ist Sprachwelten?
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Gefördert durch das Land Baden-Württemberg, durch die Stabsstelle Integration, Heilbronn, iniitiert von der Stadtbibliothek Heilbronn, in Zusammenarbeit mit diversen privaten und öffentlichen Institutionen wird das Projekt 'Sprachwelten' realisiert. Es besteht aus verschiedenen Veranstaltungen, die zwischen September und Dezember 2012 dem Publikum vorgestellt werden. Ziel des Projektes ist, den Wandel von Sprache vor dem Horizont der Globalisierung sichtbar zu machen. Nicht nur die Mobilität der Menschen verändert unsere Sprachen; auch der Umgang mit dem Internet genauso wie ihr Umbau durch die Unternehmen beeinflussen sie. All diese Aspekte sollen hier berücksichtigt werden.

Das Programm für das Sprachwelten-Projekt. vom 10. Oktober 2012

  

 

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Karikaturen zu Sprachwelten vom 21. Dezember 2012

Wir danken Asija Porsche für ihre Karikaturen zur Ausstellung: „Weltsprachen – Sprachen der Welt“ (von der türkisch-deutschen Satire-Zeitschrift „Don Quichotte“ und der Stadt Esslingen – Referat für Migration und Integration).

 

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Hörprobe zur Sprachperformance von… vom 7. Dezember 2012

Lothar Heinle und Kerstin Müller

A rose is a rose, Heilbronn 2012

 

a rose master-mix3

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Nachtrag SMS-Bewerbung: Was sagen die Schüler dazu… vom 3. Dezember 2012

Die Schüler der Fritz-Ulrich-Schule (Werkrealschule), Heilbronn,  im O-Ton über das Projekt: Kurzsprache: Nutzen oder Niedergang?

 

 

 

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Moodpics zur Sprach-Performance mit… vom 1. Dezember 2012

Kerstin Müller und Lothar Heinle

 

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Heilbronner Stimme berichtet über Sprach-Performance: vom 1. Dezember 2012

 

 

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Sprache der Netzroboter – Spam im Blog vom 28. November 2012

Hier ein kleiner Einblick hinter die Kulissen vom Sprachwelten.blog. Er zeigt, wie Sprachkauderwelsch und Spam eine sinnvolle Kommunikation im Kommentarteil unterbinden:

 

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Nachtrag: Bewerbungen als Chat / SMS vom 28. November 2012

Mood-pics zur Aufführung in der Stadtbibliothek:

 

 

Am Donnerstag, den  15.11., fand abends in der Stadtbibliothek die Aufführung des Workshops Kurzsprache. Nutzen oder Niedergang statt. Schüler und Schülerinnen der Fritz-Ulrich Schule (Werkrealschule) hatten sich einige Monate auf diesen Abend vorbereitet. Ziel des Projektes war es, einen SMS-Dialog als Bewerbunsggespräch zu simulieren. Ein Schüler stellte den einstellenden Personalchef dar, der andere den Bewerber. Es sollte ohne weitere Berücksichtigung  von grammatikalischer Richtigkeit oder ausführlicher Satzstruktur, allerdings unter Zuhilfenahme von Emoticons und den üblichen Gewohnheiten im Netz so kurz und präzise wie möglich ein Bewerbungsgespräch ausgeabeitet und dargestellt werden.

Montags nachmittags haben sich die Schüler und Schülerinnen mithilfe Ihres Klassenlehrers Manfred Scheurer und unter der Leitung von Dr. Bernhard Stumpfhaus dieser Aufgabe gewidmet.

Im ersten Schritt galt es, ein Gefühl dafür zu entwickeln, welche Worte für sich ambivalent und damit missverständlich aufzufassen wären. Ein gutes Beispiel für ein solches Wort war der Ausdruck: Spaß. Wenn jemand auf die Frage: Was erwartest Du von Deinem Beruf? mit ‘Spaß’ antwortet, so kann das in der Hinsicht missverstanden werden, dass der Bewerber verantwortungslos und wenig teamtauglich allein auf sein Vergnügen aus wäre. ‘Spaß’ ist zwar eine weit verbreitete Vokabel der Werbung, taugt aber wenig, konkret seine Vorstellungen auszusprechen. Er stellte sich als Leerformel für persönliche Wunschprojektionen heraus. So musste Ersatz gefunden werden; etwa Freude an der Tätigkeit, Motivation, sich einzubringen, Fortbildung und Anregung durch den Beruf, ein in Bezug auf die Leistung und den Zusammenhalt gutes Team, angemessene Entlohnung etc.

In einem zweiten Schritt war Einfühlunsgvermögen gefragt. Da die Bewerbungssimulation dialogisch aufgebaut war, mussten die Schüler und Schülerinnen  ein Verständis für den fragenden Personalchef und seine Interessen entwickeln. Was könnte ihn interessieren und wie wird dieses Interesse direkt oder vielleicht auch indirekt abgefragt. Es musste ein Gespür für Gesprächsführung entwickelt werden sowohl für Sachfragen, die etwa Noten oder das Interessen der Bewerber abrufen, als auch für indirekte, die Qualitäten der befragten Person betreffenden, eher athmosphärischen Aspekte: ob jemand umgänglich, zuverlässig und verantwortungsvoll sei.

In einem dritten Schritt sollte eine im Dialog sich entfaltende Diskussion in Bezug auf die Lernbereitschaft und Flexibilität der Bewerber ausgearbeitet werden. Hier ging es darum, dass der Beweber um eine Selbsteinschätzung hinsichtlich seiner Stärken und Schwächen gebeten wurde auch mit Aussicht auf zu ergreifende Maßnahmen sich  zu verändern.

Ein umfassender Bearbeitungsschritt war schließlich das Auffüllen des Dialoges mit Konkretionen etwa, wie es zu dem Gespräch kommt, woher der jeweils Anschreibende die Kontaktdaten hat, wie ein sinnvoller Abschluss des Gesprächs gelingen kann und welche Verabredungsdaten, Termin, Ort etwa, nötig sind.

Abschließend suchten die Beteiligten nach Präsentationsformen für die Darstellung in der Öffentlichkeit, der Stadtbibliothek. Es wurde  die Form dialogischen Vorlesens gewählt, in dem ein Schüler den Personalchef, der andere den Bewerber mimt,  und die Simulation von Chats am Rechner, die dann in Echtzeit über einen Beamer dem Publikum vorgestellt wurden.

Alle beteiligten Schüler und Schülerinnen haben sich als äußert auffassungsschnell gezeigt und bald begriffen, was der Unterschied von einem präzisen zu einem eher unpräzisen, eventuell missverständlichen Ausdruck ist. Auch die Dialogstruktur wurde rasch umgesetzt. Überraschend war die Disziplin aller bei der Präsentation. Der Abend in der Stadtbibliothek lief reibunslos und beeindruckend ab.

Der Präsentationsabend entfaltete zwei besondere Qualitäten, eine beabsichtigte und eine nicht geplante.

Zum einen stellten die Dialoge sehr gut die Möglichkeit solcher Bewerbungsdialoge im Chat oder per SMS dar und gaben einen Ausblick darauf, wie man sich eine Zukunft denken kann, in der beispielsweise via Cloud-Computing oder Social-Network Privat- und Arbeitssphäre ineinanderfließen. In den der Präsentation nachfolgenden Gesprächen wurde gerade dieser Aspekt besonders diskutiert. Auch die Vorstellung eines komplexen, auf mehreren Ebenen stattfindenden Kurzgesprächs ohne versierte Grammatik und Sprachkenntnisse, gestützt allein auf Netz orientierter Kommunikation ist gelungen.

Zum anderen stellte sich etwas Unbeabsichtigtes ein: Da Chatprogramme und soziale Netzwerke noch junge Techniken der Kommunikation sind, haben sich hier bisher keine Formeln für hierarchische Strukturen im Dialog herausbilden können. Es ließ sich das dialogische Verhältnis von Personalchef und Bewerber im Rahmen einer SMS oder eines Chats nicht als eines von unterschiedlicher Machtpostition widergeben. Beide Gesprächspartner erschienen gleichberechtigt. Von da aus enhielt das Projekt auch einen Wunsch, nämlich denjenige nach einer prinzipiellen respektvollen Gleichwertigkeit von Frage und Antwort, von Mensch zu Mensch.

 

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Worte, die bewegen. Wort-Klang-Bild-Performance vom 28. November 2012

Donnerstag, 29.11.2012, 20 Uhr, Stadtbibliothek im K3
Eintritt frei

 

Worte, die bewegen. Wort-Klang-Bild-Performance Um es auf eine Formel zu bringen: Wörter bestehen aus Buchstaben, Worte bestehen aus Gedanken. (zwiebelfisch) aus wörtern können worte werden. sprache besteht aus wörtern. besteht sie aus worten? ich bestehe darauf. worte. ich greife danach, sie zerfallen zu staub. manchmal verströmen sie schlechten geruch dabei. oder sie geben seltsame geräusche von sich. es bleibt: ein mycel. ich greife danach, weil sie mich faszinieren, weil sie mich retten könnten – und das greifen nach den worten ist eine bewegung. ich bewege die worte. im mund vielleicht. die worte bewegen mich, und andere – vielleicht. welche worte bewegen dich? Ein beweglicher Abend von und mit Kerstin Müller und Lothar Heinle. Und mit Wort und Ton.

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Die Heilbronner Stimme berichtet: vom 26. November 2012

Heilbronner Stimme

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Nachtrag: Auftritt Sputnik e.V. bei Sprachwelten vom 26. November 2012

Die Uraufführung des Theaterstücks von Sputnik e.V. war eine ganz besondere Erfahrung. Es ging dabei, wie bereits beschrieben, um den Missbrauch von Jugendlichen angestoßen durch die Welt des Internets. Es war eine sehr experimentelle Veranstaltung, die von klassischen Dialogen über Tanz und Gesang viel zu bieten hatte. Mich persönlich hat besonders eine fast schon abstrakt-künstlerische multimediale Eingabe beeindruckt, welche die Langeweile und Orientierungslosigkeit im Netz als eine Art Datennirvana geschildert hat: graues Rauschen und grünes Buchstabengewirr. Sprachlosigkeit… Das war sehr beeindruckend und mutig.

Wer sich einen Eindruck vom Stück machen möchte, hier ein Link zu einem Filmmitschnitt der Generalprobe der Aufführung: Zwischen den Stühlen. Ein Theaterstück von Sputnik e.V. für Kinder und Jugendliche… (man muss ein bisschen warten, bis das Video geladen ist)

 

Hier ein paar Mood-pics zur Aufführung in der Stadtbibliothek:

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Ankündigung für das Sprachkunstwerk von Kerstin Müller und Lothar Heinle… vom 25. November 2012

Donnerstag, 29.11.2012, 20 Uhr, Stadtbibliothek im K3, Eintritt frei

 

“Die Sprache ist dem Menschen gegeben, um seine Gedanken zu verbergen.“

Eine Provokation.

Wir reden miteinander, reden miteinander aneinander vorbei, reden auch aneinander vorbei miteinander.

Ein Wunder, dass wir uns dennoch verstehen.

„…..Triffst Du nur das Zauberwort….“

Heute gibt es Glückskekse. Zufällige Zufälle. Lachen Sie, wundern Sie sich, ärgern Sie sich, machen Sie mit, assoziieren Sie, vermissen Sie, warten und suchen Sie….oder gewinnen Sie….

Vermutlich ist Ihr Zauberwort heute Abend nicht dabei. Haben Sie ein Zauberwort, einen Schlüssel, ein bewegendes Wort?

 

Du Glückskeks!!

Du Glückskeks ;-)

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Wer sich für die Sprache des Koran interessiert…. vom 23. November 2012

… hier eine Liste von Literatur zum Thema (als PDF)

 

Heilbronn_Koran_Literaturliste_2012

 

Wer sich für den Referenten des Abend interessiert, findet hier nähere Angaben: Homepage Andreas Ismail Mohr

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Die Sprache des Koran… vom 20. November 2012

Freitag, 23.11.2012, 19.30 Uhr, Stadtbibliothek im K3

Eintritt frei

Andreas Ismail Mohr: Die Sprache des Korans

Der Koran ist für Muslime göttliche Rede, vorgetragen in schönster menschlicher Sprache. Obwohl er nicht eigentlich Dichtung ist, so steht doch diese heilige Schrift in enger Beziehung zur altarabischen Dichtung. Andererseits ist alle spätere Dichtung in arabischer Sprache, aber auch in Sprachen anderer muslimischer Völker, vom Koran beeinflusst, ja sogar so stark koranisch geprägt, dass man bekannte Dichtungen als „den Koran in nichtarabischer Zunge“ gepriesen hat. Es ist nicht so sehr die Buchform, sondern vielmehr die kunstvolle Rezitation des Originals, die den Koran im ursprünglichsten Sinne ausmacht. Wie also verhält sich der arabische Koran zu seiner sprachlichen Umwelt, wie wird er ausgelegt, seine oft schwierigen Wörter erklärt? Wie ist es möglich, dass dieser stellenweise vieldeutige Text einerseits eine Richtschnur für die Gläubigen sein kann und andererseits ansprechend übersetzt wird, so dass er auch nicht Arabisch Sprechende erreichen kann?

Auf diese Fragen wird Andreas Ismail Mohr, Lehrbeauftragter für Koran-Arabisch am Lehrstuhl für Koranphilologie am Seminar für Semitistik und Arabistik der Freien Universität Berlin, und bis vor kurzem wissenschaftlicher Mitarbeiter des Koranforschungsprojekts Corpus Coranicum der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (Potsdam) versuchen, Antwort zu geben.

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Bewerbungen als Chat / SMS … vom 14. November 2012

Kurzsprache. Nutzen oder Niedergang

Donnerstag, 15.11.2012, 19 Uhr, Stadtbibliothek im K3, Eintritt frei

Ausgangspunkt des Projektes ist die Frage: Wie kurz und grammatikalisch reduziert kann man auftreten, um gerade noch verständlich zu sein? Ist das verstümmelte Deutsch von Jugendlichen allein Ausfluss mangelnder Sprachkenntnisse oder verbirgt sich dahinter nicht auch die Erfüllung diverser Anforderungen an die Sprache, kurz, knapp, funktional zu sein? Immerhin sehen sich junge Schulabgänger beispielsweise konfrontiert mit für sie so wichtigen Bewerbungsformen wie etwa dem „Speed-Dating“ in Einstellungsgesprächen. In kürzester Zeit wird über ihr Wohl oder Wehe entschieden. Das Projekt präsentiert Bewerbungen in SMS-Stil sowie die Performance eines Bewer- bungsgespräches. Humorig aufgezeigt wird der Alltagskonflikt, einerseits gutes Deutsch sprechen zu müssen, andererseits aber möglichst knapp und zeitsparend von sich Auskunft zu geben. In Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern der Fritz-Ulrich-Schule

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Theaterstück: Zwischen den Stühlen… Sputnik e.V. vom 5. November 2012

Stadtbibliothek, Dienstag, den 06.11.2012, 19:00, Eintritt frei :D

 

Zwischen den Stühlen.

Ein Theaterstück um sexuelle Gewalt und die Gefahren des Internets für Kinder und Jugendliche Das Theaterspiel, aufgeführt von Mitgliedern von Sputnik e.V.,  erzählt die Geschichte von zwei Mädchen, die über Facebook virtuell die zweifelhafte Begegnung mit einem vermeintlichen Jungen machen. Worte werden geschrieben, Bilder werden ausgetauscht, die Freundschaft scheint verheißungsvoll. Schließlich verliebt sich eines der beiden Mädchen. Doch der Junge entpuppt sich als ausgewachsene Bedrohung, die rücksichtslos ihre eigenen Forderungen stellt…

Das Stück klärt auf über die Gefahren des Internet, die auch darin bestehen, dass Sprache eine verführerische Falle sein kann.

In Kooperation mit Sputnik e.V., Heilbronn

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Die Entstehung der Burjaten (meine Gedanken nach) vom 31. Oktober 2012

Heute möchte ich Euch meine Gedanken über die nähere Verwandtschaft von meinem und dem mongolischen Volk mitteilen.

Wie gesagt, befindet sich die Republik Burjatien mehr oder weniger um den Baikalsee herum und ziemlich in der Mitte Russlands. Das nächste Nachbarland ist die Mongolei, die südlich von Russland ist.  Wir haben sehr viel Gemeinsames.

Zum Beispiel:

- Die Sprachen sind sehr ähnlich. Der Grund dafür ist, dass beide zur Mongolischen Sprachen gehören, nur dass die Mongolische Sprache zum zentralen Zweig der Mongolischen Sprachen gehört und das Burjatisch die Minderheitensprache des mongolischen Zweigs ist. Die Schrift bezieht sich sogar auf das gleiche Alphabet, und zwar kyrillisch.

Wie bekannt,  besteht die Mongolei fast nur  aus Steppen und eine der bekanntesten – die Steppenwüste Gobi. In Steppen oder in Gobi gibt es wenig Grass. Das ist natürlich schlecht, da damals die Hauptnahrungsquelle der Mongolen  Viehzucht war. Die Tiere brauchten Grass und viel Wasser.  Deswegen führten sie ein Nomadenleben und zogen von einem Ort zum anderen. Ein Stamm, welcher die Mongolen weltweit so bekannt machte, ist der Stamm von Temudschins Eltern oder anders gesagt von Tschingis Khan.  Vor zehn Tausend Jahren lebten sie auf dem fruchtbaren Boden des Baikalsees. Später zog Tschingis Khan in die Mongolei um alle mongolischen Stämme zu vereinigen. Vielleicht sind wir sogar verwandt.

- Obwohl wir ziemlich weit auseinanderleben, feiern wir trotzdem ein ähnliches Fest. Das ist das Sommerfest, bei dem es vieles zu sehen gibt. Alle burjatischen Männer,  „Alt und Jung“ mögen das Ringen. Im nationalen Kampf geht es darum, dass ein Mann seinen Gegner zu Boden wirft, so dass er den Boden mit dem Rücken berührt. Mein Opa war der Beste Ringer in unserem Dorf. Das Bogenschießen ist bei uns auch eine sehr beliebte Sportart. Die besten Bogenschützen  stammen auch heute noch aus der Mongolei und der Republik Burjatien. Aber mein Lieblingsereignis auf dem Fest ist das Pferderennen. Es ist einzigartig der Hufengendonner zu hören. Nach dem Startsignal galoppieren die jungen Pferde  schnell wie ein Pfeil an uns vorbei. Aufgrund dieser Fakten kann man schließen, dass wir Verwandte der Mongolen sind,  somit quasi Brüder.

Es gibt aber noch eine interessante Theorie und zwar, dass meine Vorfahrenen vor langen Zeiten über die Bering-Straße und das ehemalige russische Territorium (heutzutage Alaska) und weiter ausgewandert waren. Mit der Zeit und den Klimaveränderungen veränderten sich ihre Gesichter und Körper und sind somit heute als „amerikanische Indianer“ bekannt.  Diese Tatsache ist bewiesen. Ich schließe mich dieser auch an, man sieht ja, dass Indianer auch ganz gut im Bogenschießen sind und wilde Mustangs reiten können oder konnten. Heutzutage sind die Burjaten sesshaft geworden. Außer mir vielleicht ;) (Ich bin mal in Deutschland, mal zu Hause oder in NYC).                      **Die Zeiten ändern sich und wir ändern uns mit ihnen. **

 Grüße

Olga

 

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Feuilles Mortes – oder warum Begriffe stärker sind als ihr Gegenstand. vom 14. Oktober 2012

Herbst in HN

 

www.galerieschutzraum.de

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‘Echo am Mittwoch’ berichet über Rap-Abend vom 11. Oktober 2012

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Neuer Termin in Sprachwelten vom 11. Oktober 2012

Am Dienstag, den 23.10.2012, 20:15, Kommunales Kino, Ebene 3 im K3, Eintritt 4.50€
„Work Hard – Play Hard“ – Film und Diskussion
„Work Hard – Play Hard“ (D 2011, 90 Min.) ist das Langfilmdebüt der freiberuflichen Regisseurin Carmen Losmann (* 1978, Crailsheim). Der viel gelobte und mit diversen Preisen ausgezeichnete Film dokumentiert den Umgang heutiger Unternehmen mit dem sogenannten „Human Ressource Management“. Für das Projekt „Sprach-Welten“ der Stadtbibliothek Heilbronn besonders anregend ist der in dem Film präsentierte Sprachumbau, der in der modernen Arbeitswelt stattfindet. Kommentarlos lässt der Film ausführlich diverse Firmenphilosophien und Teamcodices durch seine Mitarbeiter zu Wort kommen. Der sprachliche Aspekt, die Voraussetzungen und Folgen dieses ‚newspeak‘ werden dann auch in einer der Filmaufführung nachfolgenden Diskussionsrunde unter der Leitung des angesehenen Filmkritikers Rüdiger Suchsland ausführlich dargestellt und hinterfragt.
In Kooperation mit dem Kommunalen Kino Heilbronn e.V.

Ein sehr schönes Interview mit der Regisseurin Carmen Losmann durch den Bayrischen Rundfunk hier.

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Autor bei Sprach-Welten vom 10. Oktober 2012

 Auch der Heilbronner Autor, Sprachkünstler und Kultur-Agent Albrecht  Schnepf trägt nun Gedanken zu Sprache, Wort und Kommunikation bei.

 

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Wort & Tat – Sprachlosigkeit macht aus Phänomenen Phantome vom 9. Oktober 2012

„Wer etwas zu sagen hat, der stehe auf und schweige!“

 

Es gibt offenbar Zitate, die nicht erst gegoogled müssen, um als ideologische Verblendung enttarnt zu werden.

Ein Zitat übrigens, das verhängnisvoller zu wirken vermag, als sein vergleichsweise harmloses Geschwisterchen der zur Genüge gewechselten Worte, denen endlich Taten zu folgen haben.

 

Nichts (mehr) sagen, schweigen, aber aufstehen: Edle Tat vor eitlem Geschwätz: ein „Ranking“, das sich selbst entlarvt: nämlich als hohl bis anti-intellektuell-faschistisch. Und nicht nur Wittgenstein weiß, dass nichts existiert ohne den Begriff seiner selbst.

 

Keine Wahrnehmung ohne Begriff. Mehr noch: ohne begriffliches Begreifen des Phänomens bleibt das Phänomen ein Phantom, Schimäre, Hirngespinst.

Also doch und trotz Faust: Am Anfang war das Wort. Denn es ist – ,nur‘ gedacht oder laut ausgesprochen – Basis jeden Handelns. Das irrationalste Handeln im Spielraum der Moderne und Postmoderne ist nur die Kehrseite bürgerlich-aufgeklärter Rationalität. Basta.

 

Die Genesis hat also doch recht. Trotz Goethe. Das Wort kann sehr wohl Waffe sein; doch erst der Schuss aus ihrem Lauf wirkt tödlich. Der Mord als Tat (Vor-Gang) wird als Formulierung der gedanklichen (verbalen) Idee erst physisch real und (eigentümlich) wahrnehmbar.

 

Am Eingang zum Kleinen Haus der Stuttgarter Staatstheater hängt eine Tafel, auf der geschrieben steht:

 

 

 

 

 

 

 

Und Wolf Biermann singt 1975 in seiner „Bibel-Ballade“:

„ …  das weiß ich doch selber: der Knüppel, du Krüppel der arme Knüppel, der kann nichts dafür.

Und trotzdem! es ist ja der dreimal verfluchte der Knüppel, den ich auf dem Rücken spür …“

 

„Wer etwas zu sagen hat, der stehe auf und schweige.“ Das heißt doch nichts anderes als:

 

Genug geschwätzt! Lasst uns endlich reinschlagen – in die Fresse der Geschwätzigkeit, des ewigen Disputs, der Streitkultur, der Diskussion, des Diskurses, des Parlamentarismus, der Exegese, der Linguistik, der Philosophie, der Literatur, der Kunst, der Intellektuellen, der Wissenschaftler.

 

Schlachtfeld statt Quasselbude. Jawoll.

 

Wehret den Anfängen! Jawoll!

 

(Und zwar immer dann, wenn am Anfang nicht das Wort, sondern – wieder einmal – die Tat zu stehen habe.)

 

Albrecht Schnepf

www.schreibcraft.de

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Schamanismus & Buddhismus vom 9. Oktober 2012

Dienstag, den 9. Oktober

Hallo liebe Leser,

Heute möchte ich über unser Glauben erzählen.

Wir, Burjaren leben im Irkutsk Gebiet, in der  Republik Burjatien und auch in der Region-Tschita (im Fernosten). Wir sprechen in 5 Dialekten, die sich voneinander unterscheiden. In etwa wie Schweizer Deutsch und Hochdeutsch. Zum Beispiel, die im Fernosten lebenden Burjaten, haben  eine stark ausgeprägte Kultur. Die Sprache ist rein Burjatisch, sie hat keine Einflüsse vom Russischen im Vergleich zum Burjatisch, welches in Irkutsk gesprochen wird. Das ist ähnlich wie beim Deutschen und Französischen. Im Französischen gibt es nur französisch stämmige Wörter und im Deutschen  – viele Englischen  (quasi Denglisch).

Was den Glauben anbelangt, gibt es auch Unterschiede. Wir glauben an den Schamanismus und die Burjaten im Fernosten und in der Republik Burjatien sind vom Buddhismus geprägt.

Schamanismus hat Ähnlichkeiten mit der Naturreligion der Amerikanischen Indianer, die übrigens ursprünglich aus der Baikalregion stammen. Man sagt bei uns, dass die Natur und vor allem die Bäume ihre Kraft an den Menschen weitergeben können, wenn man mit ihr im Frieden ist. Wenn dies  nicht der Fall ist, dann bekommt man das Gegenteil von ihr zu spüren, beispielsweise Klimaveränderung.

Außerdem glaubt man im Schamanismus daran, dass jeder Ort einen Herrn oder Gott hat. Man sollte an ihm glauben und für ihn verschiedene Rituale ausführen. Die Rituale werden nicht von uns, sondern von bestimmten Schamanen gehalten, die in der Regel in der Verwandtschaft sind. Einfachere Rituale werden mit Milchprodukten durchgeführt, bei anderen wird auch ein Schaf geopfert. Der Glaube ist nicht leicht im Vergleich zu Orthodoxen. Wir haben keine Tempel oder Kloster, in welchen sich beispielsweise wir versammeln könnten um zu beten. Schamanen werden nicht ausgebildet, sondern sie erlangen ihre Fähigkeit im Laufe ihres Lebens. In der Regel sind es Männer. Schamanen können mit der Geisterwelt kommunizieren, warnen vor heimlichen Geschehnissen und können sogar vorhersagen, was es passieren wird.

Wenn die Menschen das Wort: Sibirien hören, dann denken sie, dass es ganz kalt ist.  Das stimmt, aber dabei in Irkutsk und am Baikalsee scheint die Sonne ca. 340 Tagen im Jahr. Deswegen fehlt mir hier die Sonne sehr und der blaue Himmel. Wenn es bei uns regnet, dann nur abends oder nachts. Aus diesem Grund haben wir manchmal lange trockenen Sommer, dann entstehen oft Brände in der Taiga und in den Wäldern. Zur Hilfe kommen die Schamanen, die das Wetter ändern können. Sie schicken Regen zu verdursteten Feldern, Pflanzen und Bäumen. Der mächtigste Schamane am Baikalsee ist Walentin Schagdaev, ihm gelingt es immer Regen auf die Erde zu schicken. Viele Promis in Russland besuchen ihn um Rat zu bekommen und um etwas über ihr künftiges Leben zu erfahren.

Was Buddhismus betrifft, haben die Ostburjaten ein Kloster. Zum Beispiel, Iwolginskij Dazan in der Republik Burjatien.

Ich kenne mich leider mit dem Buddhistischen Glauben nicht gut aus, da keiner aus meiner Familie oder Verwandtschaft dieser Religion angehört. Wenn die Burjaten-Buddhisten vor einer wichtigen Entscheidung stehen oder ein größeres Vorhaben angehen wollen. Dann gehen sie ins Kloster ( Dazan), um sich dort von den Lamas (Mönchen) beraten zu lassen.Ich weiß nur, dass die Lamas in Tibet eine Ausbildung absolvieren.

 

Wenn Sie mehr über Schamanismus oder Buddhismus erfahren möchten, hier ist eine Liste von Büchern, die in der Stadtbibliothek Heilbronn zu finden ist.

Grüße Olga

 

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Sehr cooler Abend! vom 7. Oktober 2012

Am vergangenen Freitag war also unser Rap-Abend bei den Sprachwelten. Klein aber fein, was jetzt nicht das übliche Selbstlob im Internet ist, weil die meisten Netz-User, die das hier lesen, vielleicht nicht da waren und das glauben müssen, was geschrieben steht. Nein, es war wirklich ein sehr klasse Abend!! Danke an alle Beteiligten!! Thomas Brock alias ‘Brockmaster B.’, der seine Jungs und seine Fans mitgebracht hat. Ein Gangster-Rapper, der sehr feinen Art: Alpha-Tier ;-) und verantwortungsvoll gegen seine Leute, den Abend, das Publikum, den Ort. Die Gespräche mit ihm waren sehr anregend und haben ausführlichere im Vorfeld vermissen lassen… Sorry dafür. Danke Thomas!
Timo Schnepf der Beatboxer (er liebt eher den Ausdruck: Ton-Künstler oder sowas in der Art) – ein unglaubliches Talent. Eine Wahnsinnspower!! Und ich habe nicht gewusst, dass man allein mit rhythmischen Tönen eine Geschichte erzählen kann… Auch Dir herzlichen Dank!! Wie sagt der Biologe? Die Schemie stimmt.
Philipp Seitz, der ghost in the machine, meisterte den Sound nach Wunsch, umstandslos, zuverlässig. Ohne das technische Equipment läuft so ein Abend nicht! Man merkt es zwar nicht während der Performance, sieht es eigentlich auch nicht, es ist dennoch das Fundament, dass alles klappt. Und es hat geklappt. Dank Dir Philipp!!
Philipp Kionka, emotionaler Mittler und Organisator. Er war derjenige, der die Veranstaltung im Vorfeld gemanagt hat, er saß in der Veranstaltung und er, mit seiner lässigen Art, bündelte auf Zwischenruf die Impros. Seine Zwischenrufe waren fast musikalisch, wie im Jazz ;-) Danke Philipp – auch für die Filme hier im Blog!!
Zum Abend: Wann hat man mal Gangster-Rapper und Beatboxer, die zusammenarbeiten und sich unterstützen? Zwei völlig unterschiedliche Kulturen des Hip-Hop. Wann hat man das schon mal zusammen? Ja, auch das ist Kultur. Die hat zwar nichts mit Nationalität oder Migration und dergleichen zu tun, ist aber auch Kultur!! Und auch hier kann es Trennungen geben, Feindseligkeiten oder eben auch Verständigung. Kultur ist nicht mehr eine Frage der Nationalität. So wie auf der einen Seite die Unternehmenskulturen stehen (Danone hat ein besseres Rating als Frankreich), so stehen auf der anderen künstlerische Kulturen, die durch das Zusammenleben auf der Straße, im Viertel eben im direkten Kontakt zwischen Menschen entstehen!
Der Abend war gewiss nicht so, wie geplant. Es fielen eine Menge Leute aus wegen langer Anreisen, kranker Freundinnen was weiß ich noch warum. Dafür musste man improvisieren. Freiheit ist immer noch besser als Sicherheit: So einen freien Umgang miteinander hätte man so nicht organisieren können. Yo, Thomas, Ihr habt den Abend gerettet :-)
Und Sprache spielte durchaus eine wichtige Rolle an dem Abend! Schon bei der Planung. Wir wollten einen Muttersprachen-Contest. Als ich Thomas begegnete, hatte er mir erst einmal den Kopf gewaschen, dass so ein Contest eine gefährliche Sache sei. Man könne so einen Contest auch falsch verstehen und das Ganze könnte dann rassistisch ausarten. Ja, hast recht!! Was ich beeindruckend fand, war zu erfahren, dass es unheimlich schwer ist, muttersprachliche Rapper zu finden. Viele können ihre Muttersprache nicht gut genug! Das Problem ist also weniger, welche Sprache wir sprechen, sondern, dass wir überhaupt Sprache haben, mit der man sich ausdrücken kann und gehört wird!!!
Also haben wir den Abend gemixt! Muttersprachen-Rap, der extra für den Abend geschrieben wurde, etwa von ‘Seen Trick’ in Ukrainisch, neben einer für mich erschütternden Ballade zum Bürgerkrieg im Libanon von ‘Ghad’, Impros, in denen die verschiedenen Rapper aus ihrem Bühnenprogramm etwas brachten, bis hin zum cross-over zwischen Rap und Beatbox. Nebeneinander und Miteinander. Cross-over war sicherlich besser als Contest!!
Eine Contest-Atmosphäre hat es ja auch fast gegeben – am Ende des Abends. Ein ungeplanter Contest. Mr. Kosse wurde aufgerufen, seinen doubletime-rap zu bringen mit Timos Beat im Hintergrund. Als Kosse auftrat, riefen die Leute: “Schlag den Rhythmus!” Und was herauskam, war eine unglaubliche Wettfahrt zwischen Rap und Beat!

 

FILM ZUM ABEND:

 

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Battle, der Geschichte schreibt… vom 3. Oktober 2012

(C) Phulipp Kionka

Wer vertritt seine Muttersprache am Besten?? ‘Yeah’ wäre wohl zu wenig ;-)

 

Freitag, den 05.10.2012, Stadtbibliothek Heilbronn, 20:00 – EINTRITT FREI

Das kommende Event wird Geschichte schreiben. Noch nie hat es einen Battle in Muttersprache gegeben. Verschiedene Fighter treten an, um ihre Muttersprache zu präsentieren und zu zeigen, dass sie die schönste ist. Das Publikum entscheidet dann, wer seine Muttersprache am Besten vertritt.        

Philipp Kionka, Thomas Brock und Philipp Seitz sind für die Durchführung verantwortlich.

Eingeleitet wird der Battle vom einem der begabtesten Tonkünstler, dem Meister des Beatbox Timo Schnepf, alias Gaucho. Er gehört zum Besten, was die Zunft zu bieten hat.

Gaucho steht zum Freestyle mit dem Sieger bereit; wenn’s gut wird, die Stimmung stimmt und überhaupt steckt der Abend voller Überraschungen…

Mal schauen wer’s wird!!

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Alles Bio vom 2. Oktober 2012

Letztes Mal schrieb ich über unser Nationalgericht, Buuzi. Heute möchte ich auf das Thema „Essen“ ein bisschen näher eingehen.

Die Ernährung bei uns unterscheidet sich zur deutschen Küche enorm. Das Essen ist relativ fettig, nahrhaft und bekömmlich. Beispielsweise in meiner Familie isst man immer warm. Morgens essen wir Hirse- oder Buchweizenbrei oder Spiegelei mit Schinken oder warme belegte Brote (Brot mit Schinken und Käse überbacken). Wenn man morgens schon großen Hunger hat, dann isst man Kartoffelpuffer mit saurer Sahne und „Kirschenwarenie“.

Kirschenwarenie machen wir aus von uns selbst angepflanzten Kirschen. Kirschen und Zucker werden zusammengerührt, anschließend wird das Ganze eine Weile stehen gelassen. Das Warenie wird im eigenen Saft gekocht. Dann muss die Masse drei Mal erwärmt und abgekühlt werden.

 

 

Wir essen immer nahrhaft, deswegen gibt es bei uns keine Zwischenmahlzeiten. Zum Mittagessen wird oft Suppe mit Gemüse (Bortsch oder Salanka) oder Nudeln mit großen Fleischstücken zubereitet. In unserer Ernährung dominiert  Fleisch  mit verschiedenen Beilagen wie Reis, Nudeln oder Kartoffel. Zum Abendessen brät man üblicherweise Kartoffel oder warmes Brot mit Käse oder Wurst. Fisch,  beispielsweise,  wie  Omul essen wir auch immer mal wieder gerne. Das ist ein Fisch aus dem Baikalsee, welcher endemisch ist. Der schmeckt nach Hering, ist aber ein wenig fettiger.

In Sibirien isst man immer warm, weil der Winter sehr lang und kalt ist. Der Körper braucht die Wärme und Kraft. Im November kauft meine Familie sehr viel Fleisch, ca. 40 – 50 kg. Wir machen aus diesem Fleisch Buuzi, Pelmeni, Bratlings  usw. Diese ganzen Fleischgerichte machen wir im Voraus und das Ganze wird danach noch eingefroren. Während des Winters essen wir unsere schon vorgefertigten Gerichte.

Im Sommer essen wir Salate oder russische „Okroschka“. Okroschka ist eine Art von kalter Suppe, die überwiegend aus Gemüse besteht. Das Ganze wird mit Kefir oder Rjaschenka gegessen. Außerdem backen wir selbst, z.B. Kuchen mit verschiedenen Beilagen wie Hähnchen mit Kartoffel, Fisch oder Quark. Und auch Pfannkuchen, Torten, Kekse, Muffins, Zefir usw.

 

 

Unsere Essensgewohnheiten veränderten sich mit der Zeit, da wir eng mit Russen zusammen leben und die Grenzen geöffnet sind. Wir reisen jetzt um einiges mehr, nicht so wie in den sowjetischen Zeiten. Zum Beispiel hatten meine Großeltern in ihrer Ernährung nur Milchprodukte und Fleisch. Ehrlich gesagt, war das Essen eintönig, denn es gab jeden Tag das Gleiche. Aber dafür war alles Bio. Meine Oma brachte mir bei wie man Käse, Butter oder Quark macht. Das ist nicht leicht, aber man freut sich trotzdem immer, dass es drinnen keine Konservierungsstoffe gibt. Ich glaube, sie kannte so was gar nicht!

Ich bin seit 2 Jahren in Deutschland, trotzdem esse ich immer warm.  Vor kurzem entdeckte ich in Heilbronn einen russischen Laden, darüber habe ich mich riesig gefreut. Da fühlte ich mich wie in meiner Heimat. Da ist alles so authentisch. Ich kaufte mir sofort ein paar Breisorten und russische Bonbons.

Ich muss noch dazu sagen, dass es in Deutschland jede Menge an verschiedenen Obstsorten gibt, welche es bei uns in Sibirien leider nicht im Verkauf angeboten werden. Das gefällt mir!

Bis zum nächsten Mal! ;)

Gruß

Olga

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Eröffnungsabend der Sprach-Welten (20.09.) mit Timo Brunke vom 26. September 2012

Zwei Hörbeispiele:

Timo Brunke, Reise in das UnsichtbareTimo Brunke, Ein Suppenwürfel im Grand Canyon

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Heute 19:00 Eintritt frei!! – Eröffnung der Projektserie ‘Sprach-Welten’ / Karikaturenausstellung / Timo Brunke vom 20. September 2012

Heute ist der offizielle Start der Projektserie: Sprach-Welten in der Stadtbibliothek, Heilbronn.

 

Karikaturenausstellung:

In Kooperation mit der Stabsstelle Integration, Heilbronn, wird die Ausstellung ‚Weltsprachen – Sprachen der Welt‘ in der Stadtbibliothek eröffnet. Es handelt sich hier um eine Karikaturenausstellung zum Thema Sprache, auf den Weg gebracht von der türkisch-deutschen Satire-Zeitschrift ‚Don Quichotte‘ und dem Referat für Migration und Integration der Stadt Esslingen. In Auswahl werden hier Motive gezeigt, die mal heitere, mal groteske aber auch unheimliche Erfahrungen mit der Sprache und Rede reflektieren. Die Ausstellung wird bis Samstag, den 1. Dezember, gezeigt. Die Bürger und Bürgerinnen der Stadt Heilbronn sind gebeten, sich mit eigenen Kunstwerken am Thema zu beteiligen. Diese Arbeiten werden kuratiert ebenfalls in der Stadtbibliothek präsentiert; ein besonders gelungenes Werk wird mit einem Buchpreis ausgezeichnet.

 

 

Timo Brunke: Lauteratur

Die Veranstaltungsreihe widmet sich den körperlichen Grundlagen des Sprechens. In seiner Performance ‚Lauteratur‘ führt der mit vielen Preisen ausgezeichnete Mitbegründer und Erfinder der deutschsprachigen Slampoesie, Timo Brunke, Liveliteratur auf. Das ist eine Kunstgattung, die im Zeitalter von Youtube und Internetfernsehen auf die körperliche Anwesenheit des Dichters als Darsteller seiner Texte setzt.

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Auch das Frankenradio (SWR4) hatte Interesse am Projekt… vom 19. September 2012

 

Interview zum Projekt: Tom Grandkowski (Frankenradio), gestern, Dienstag, den 18.09.2012 nach 16:00

 

 

 

 

 

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Auch die Heilbronner Stimme berichtet zum Beginn des Projektes… vom 19. September 2012

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„Smarte“ Jurta & „vitaminvolle“ Buuzi vom 19. September 2012

Mittwoch, den 19. September 2012

(Olga)

Sain Baina meine lieben Leser,

Heute machen wir wie versprochen „Buuzi“ (?????) oder auf Russisch „Pozi“.

Buuzi ist unser Nationalgericht. Jeder Burjate und sogar jeder Russe kann sie zu Hause selbst zubereiten. Buuzi bestehen aus Teig, gemischtem Hackfleisch (Schweine- und Rindfleisch) und Gewürzen. In der Regel werden Buuzi im Familien- oder im Freundeskreis zubereitet. Darum verläuft die Arbeit schnell und unterhaltsam.

Als erstes machen wir die Füllung, die aus folgenden Zutaten besteht:

Dafür wird 500 Gramm gemischtes Hackfleisch, 2 Zwiebeln oder Frühlingszwiebel,  Schwarzer Pfeffer und Salz benötigt.

 

Als nächstes kümmern wir uns um den Teig:  wir machen einen, wie für Nudeln, festen Teig. Dafür braucht man viel Mehl, ein Ei und ein bisschen Wasser oder Milch. Die ganze Mischung wird zusammen gerührt und anschließend geknetet. Am besten bearbeitet man den Teig auf einem Holzbrett.

Zunächst wird der Teig zu einem riesigen Pfannkuchen gewalzt. Danach drückt man mit einem Becher die gewünschten Kreise aus.

 

In die Mitte der Kreise werden als Füllung große Fleischkügelchen gelegt.  Um die Kügelchen vom Teig zu umschließen, werden die Teigenden, wie ein kleines Säckchen, faltend zusammengeklebt.

 

 

Zum Ende dieser Arbeitsschritte sollte man schon Wasser im Topf aufkochen lassen. Es darf allerdings kein herkömmlicher Topf sein, sondern ein Dampftopf.

 

 

Wenn unsere Buuzi fertig geknetet sind, werden sie in den Topfboden-Etagen gelegt. Der Dampftopf besteht aus 3 oder 4 Etagen. Zuvor sollte man die einzelnen Etagenböden mit Öl einschmieren, damit die Buuzi nicht kleben. In einem Etagenboden passen ca. 7 Buzzi.

Nun müssen sie ca. 15 Minuten im Dampf kochen.  Dann werden sie auf einen Teller serviert. Dabei sollte man nicht vergessen, dass sie mit Fingern gegessen werden. Man beißt zuerst ein kleines Loch in den Teigmantel rein und saugt den Saft raus.

 

 

Schließlich wird danach der Rest verzerrt.         Guten Appetit!

 

Die Jurta:

Da meine Urgroßeltern Nomaden waren, wohnten sie in einer Jurta. Das sind die weißen Zelthäuser. Diese mobilen Häuser nutzten alle Nomaden, also nicht nur Mongolen, sondern auch die Kirgisen. Denn die Jurta war leicht ab – und aufzubauen.  Das Grundgerüst der Jurte besteht aus einigen Pfählen, in welche schmale lange Holzstangen eingeflochten wurden. Danach wurden die dicken Filzmatten oben drüber gelegt, welche mit Seilen aus Pferdehaaren festgebunden wurden.

Die Wände sind rund, damit sie den starken Winden der Steppen besser standhalten konnten. Es ist bemerkenswert, dass der Filz der Jurta mit Milch, Salz und Tabak geputzt wurde. Dies schützte vor Viren.

Oben auf dem Dach gibt es in der Mitte ein Loch, welches viele Funktionen hat. Dort soll es Rauch abziehen und ausreichend Luft sowie Sonne reinkommen. Hinzu kommt, dass meine Urgroßeltern keine Uhr hatten. Aber drinnen standen vier Hauptträgersäulen. Wenn das Tageslicht die erste Säule traf, dann war es vormittags usw. Aus diesem Grund befand sich die Jurta nie im Schatten eines Berges oder Waldes. In der Mitte der Jurta befand sich die Lagerfeuerstelle. Dort wurde gekocht.

Eine Jurta wurde in zwei Bereiche aufgeteilt. In einem Teil war der Bereich des Mannes, wo er sein Werkzeug, Pfeil und Bogen, den Sattel und die Kleidertruhen usw. aufbewahrte. In der anderen Hälfte hatte die Frau Platz für ihre Haushaltssachen wie Geschirr, Tücher und Wolle usw. Um die Jurta warm zu halten, benutzte man Kuh-oder Pferdemist. Holz benutzte man ungern, da der Rauch vom Holz zu durchdringend war.

 

(Link)

„Sie fragen, ob es nachts in Jurta kalt war?“ –  Nein, es war kein bisschen kalt. Denn man deckte sich mit Schaf- oder Kuhpelz zu.  Als die Russen nach Sibirien kamen, hatten sie schöne Stoffdecken mitgebracht. Seitdem begannen meine Verfahrenen auch Decken zu nähen, aber mit Schafswolle. Das merkten die Russen auch. Sie machten dasselbe. So tauschten wir uns mit Ideen im Haushalt.

Haben Sie es schon bemerkt, dass Jurten und Buuzi die gleiche Form haben?? Laut einer Legende wurde das Aussehen der Buuzen von Jurten übernommen.

Die Jurta ist „smart“ konstruiert, da man drinnen weder schwitzt noch friert. Was die Buuzi angeht, beim Kochen werden die Buuzi durch den Dampf gekocht, dabei bleiben alle nützlichen Vitaminen des Fleisches drinnen, weil das Fleisch in der eigenen Soße kocht. Darum sind sie nicht fettig, sondern gesund.

Bis zum nächsten Mal!

Grüße

Olga

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Viktor Sotnykov schrieb am 27. September 2012 @ 10:41

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Viktor SotnykovName schrieb am 27. September 2012 @ 10:43

= sehr interessant! Die burjatische Kultur ist sehr verlockend! Cooles Projekt!

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Nächste Folge vom 14. September 2012

(Olga)

Freitag, den 14. September 2012

Bis zum 15 Jahrhundert wohnten Burjaten mit anderen Volksstämmen Sibiriens zusammen. Zwischen dem 15. und dem 16. Jahrhundert wurden im Auftrag des Zaren  Kosaken nach Sibirien geschickt, um das Land zu erkunden und zu schauen, welche sich Volksgruppen hinter dem Ural angesiedelt hatten.

(Link)

 

 Die Kosaken waren fasziniert von der Region Baikalsee. Das Gebiet ist sehr reich an unterschiedlichen Bodenschätzen, Pelzen,  Edelsteinen und Holz. Zudem befindet sich dort ein unglaublich großer schöner See und zwar der Baikalsee. Das berichteten damals die Kosaken dem Zaren. So war dies der Hauptgrund für die „Eroberung und Einwanderung Sibiriens“. Das Volk am Baikalsee (Burjaten) war sehr gastfreundlich, das nutzten die Kosaken (Russen) aus, seitdem wohnen wir zusammen. Die Russen kennen unsere Kultur und Traditionen, daher versuchen sie einigermaßen sie zu achten.

 

 

In den letzten 10 Jahren entstanden binationale Ehen zwischen Burjaten und Russen. Bis dahin durfte kein burjatisches Mädchen einen Russen heiraten. Die Eltern wählten selbst künftige Ehegatten für ihre Töchter aus. Wegen den gemischten Ehen treten die Sprache, Kultur und Traditionen langsam immer mehr in Vergessenheit. Das jüngere Ehepaar versucht von ihren Eltern getrennt zu wohnen. Früher wohnten 2 oder 3 Generationen unter einem Dach. Die Großeltern, Eltern und sogar die älteren Geschwister wurden per Sie angesprochen.  Zu Hause  wurde nur Burjatisch gesprochen. Jetzt siezt  fast keiner seine Eltern.  Was meine Familie betrifft, sprach ich meine Großeltern auch per Sie an. Meine Eltern und ich besuchten meinen Großeltern immer im Sommer. Denn wir wohnen  in der Stadt und zwar in Irkutsk, der Hauptstadt von Ostsibirien.

 

In der Stadtbibliothek Heilbronn gibt es viele interessante Bücher über die Republik Burjatien und den  Baikalsee.

 

Nächstes Mal erzähle ich Ihnen über Jurten und Buuzi.

Bis dann!

Ihre Olga

 

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Nadja schrieb am 15. September 2012 @ 13:37

Ich finde es toll, dass hier über Burjaten und ihre Sprache berichtet wird! Es ist schade, dass Burjatisch immer weniger gesprochen wird. Die Burjaten machen nur ca. 1/4 der Bevölkerung der Republik aus, überall wird Russisch gesprochen – Kindergarten, Schule, Uni usw. Ich finde, die burjatische Regierung soll die Sprache mehr fördern. Aber in der ersten Linie müssen sich die Burjaten selbst ums Weiterbestehen ihrer Muttersprache kümmern :) Ich freue mich schon auf den Beitrag über Buuzi!!

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Sebastian schrieb am 1. Oktober 2012 @ 18:43

Ich liebe Buuza!
Ich kann auch nur jedem empfehlen Buuza zu probieren. Ich finde es einfach Klasse, dass es so viel verschiedene Kulturen gibt. Es gibt Dinge an die man nie traum daran gedacht, diese auszuprobieren. Mit dem Kontakt zu anderen Kulturkreisen lernt man wunderbare Sachen wie z. B. Buuza kennen. Es ist aber für die kulturelle Vielfälltigkeit wichtig, dass die Kulturen Ihre Sprachen, Sitten und Traditionen nicht vergessen. Ich weiß, das es sich so verfressen an hört, wenn ich für Buuza und kulturelle Vielfälltigkeit einsetze. Aber Buuza schmeckt soooo guuut!
Übrigens burjatische Frauen sind sehr hübsch, besonders wenn Sie Buuza machen können. ;)

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Wider das Wider zur Verwahrlosung der deutschen Sprache vom 12. September 2012

Offener Brief an Herrn Maurer anlässlich seiner Zwischensicht (Interview) zu den gegenwärtigen (aktuellen) Veränderungen der ‘zum nicht romanischen Volk gehörigen’ (deutschen) Sprache.

 

In der Heilbronner Stimme vom 8.9. 2012 (unter: Heilbronn/Kultur) nimmt auf Fragen des leitenden Schriftrückführers (Chefredakteurs) Andreas Sommer das Mitglied der Bereichsgruppe (Regional-) des ‘Vereins Deutsche Sprache’ Dieter Maurer zum Zustand des Deutschen Stellung, eine Vergegenwärtigung (Aktualisierung) des Zwischenblicks (Interviews) mit Frau Franziska Feinäugle am 7.9.2007 in derselben Zeitung.
In beiden Befragungen erläutert bedenklich (kritisiert) Herr Maurer den Verfall der deutschen Sprache, begründet zum einen durch deren Vergeltlichung (Kommerzialisierung) vermittels Verenglischung (Anglizismen) der Werbezweige (-branchen), zum anderen einer unnötigen Demutshaltung unserer Auserlesenen (Eliten) gegenüber des Englischen [ich nehme hier aus sittlichen Gründen die Rache des Wesfalls (Genitivs) gegen den Wemfall (Dativ) billigend in Kauf] geschuldet.

 

Lieber Herr Maurer,

Vielen Dank für Ihre hartnäckige und fruchtbare Einlassung gegen die ‘Verwahrlosung’ der deutschen Sprache. In der Tat ist die Kritik (also die bedenkliche Erläuterung) an der Verweltlichung (Globalisierung) des Englischen als Ausdruck einer krämerischen Haltung eine solche von über hundertjährigem Bestand. Sie wissen sich mit Jakob Burckhardt wohl in bester Gesellschaft, der ich mich hier als kleiner Gast in der schweigenden Öffentlichkeit (Publikum) unter der trittartigen Erhöhung (Podium) der Sprachgewaltigen einreihe.

 

Zunächst entringt sich mir bei der von Ihnen gemachten Feststellung, dass es sich bei dem Ausdruck: ‘Nail’s alive’ um ein täppisches Auslassungszeichen (Deppenapostroph) handelt, ein aus der Tiefe kommender Seufzer der Erleichterung. Offensichtlich ist das Englische doch noch nicht so weit in unseren Sprachleib (-körper) eingedrungen, dass wir auch schon dessen Sprachlehre (Grammatik) uns einverleibt hätten. ‘Nail’s alive’ heißt, soweit ich mich meines Sprachunterrichts in der Schule recht entsinne, ‘der Nagel lebt’. Das sog. Deppenapostroph bezieht sich hier nicht auf einen eingedeutschten Genitiv sondern auf das Hilfstuwort (-verb) ‘is’, so dass der ausgeschriebene Satz: Nail is alive hieße; sicherlich kein guter Stil, denn eine greifbare Verdichtung (Konkretion), vielleicht im Sinne eines besitzanzeigenden Fürwortes (Possesivpronomens), wäre zweifellos besser.

 

Sehen Sie bitte diese Kleinklauberei jenem unbedeutenden Gast nach: Wir hier unten im Volk haben ja nichts anderes als die Sprache, die die jeweils herrschende ist, etwa das Latein, das Französische oder nun das Englische. Und wir hier unten können leider nicht anders, als uns der Sprache der jeweiligen Herrscher im Lande anzudienen. Wir machen Fisimatenten und reden larifari. Unsere Einbildungskraft ist so verarmt, dass wir als Volk noch nicht einmal in der Lage gewesen sind, uns einen eigenen Volksnamen zu geben; das haben die Italiener für uns besorgt - so sagen es zumindest Sprachforscher. Andere wiederum sagen, dass ‘deutsch’ nichts anderes bedeutet als ‘nicht-romanisch völkisch’. Bei dieser verneinenden Haltung (Negativität) sehen Sie uns als plapperndem Volk bitte nach, dass wir nicht, wie ehedem der würdige Thomas Mann es für das Deutsche ausdrückte, ‚klar und deutlich‘ sprechen können. Wir sind lediglich in dem Stand, wie es Humboldt beschreibt, klanglich das uns Umgebende nachzuahmen. Wir sind eine Herde und können nur blöken. Uns als Volk zu deuten, das kam seit je schon anderen zu.

 

Nicht die Deutschen haben über sich zuerst geschrieben. Es waren andere, Tacitus etwa, jene, die uns Selbstbewusstsein, Umgangsformen (Manieren) und bürgerliche Sitten (Zivilisation) brachten, wie es heute ja etwa die aus dem fälschlich nach Amerigo Vespucci benannten Zusammenhalt (Kontinent) kommenden Nail-Studios tun, die dafür sorgen, dass unsere Fingernägel nicht barbarisch blank bleiben, sondern von hübschen Bildkleinheiten (-miniaturen) geschmückt werden.

 

Aber immerhin, wir entwickeln uns: Haben wir damals, als wir jene seltsame Erdknolle aus dem fernen Inkareich nicht mit Namen zu nennen wussten, lediglich die italienische ‘tartuffel’ mit unserer schwerfälligen Zunge zu ‘Kartoffel’, den fremden Klang nachahmend, umgestaltet, so können wir heute wesentlich erfindungsreicher mit der herrschenden Sprache umgehen: Jenem beweglichen Fernschallgerät (mobile-phone) haben wir einen Namen verpasst, den es nur in Deutschland gibt, der sich aber wenigstens fremdländisch anhört: Handy. Ist es nicht ein Zeichen unserer Sprachbildung, dass wir als Volk nun auch selbst erfinderisch tätig werden können, uns eigene Namen ausdenken können, die so in keinem anderen Land verstanden werden, obwohl sie in jener Sprache gebildet sind, welche die gemeinsame Verständigung (Kommunikation) beherrscht?

 

Die Veränderung der Welt, was für eine Qual!!!  Wie können wir diesen Veränderungen nachkommen? Wie sollen wir etwa jenes zentrale Brett, das sogenannte ‘motherboard’ in der Metallkiste nennen, die wir ‘Computer’ heißen? Computer, kommt das nicht von dem lateinischen ‘computare’ = berechnen? Und das Wort motherboard? Haben wir mit der englischen ‘mother’ nicht unsere ‚Mutter‘ gemein? Mit dem ‚board‘ das ‚Bord‘? Unterscheiden sich denn – wurzelhaft (radikal) gefragt – das Deutsche und das Englische so grundsätzlich? Waren nicht beide Sprachbereiche den Prägungen der Römer ausgesetzt? Haben wir nicht so enge sprachliche Verwandtschaftsverhältnisse, dass man fast schon von verschiedenen Dialekten sprechen könnte? Was ist der Unterschied zwischen ‚motherboard‘ und ‚Mutterbord‘? Da haben es die Franzosen aber wirklich schwerer als wir!

 

Wir waren bei den Veränderungen der Welt – unkonzentrierte Weitschweifigkeit ist ja auch so eine völkische Gosche -… Wie kann man denen begegnen, ohne auch die Sprache zu verändern?
“Ut silvae foliis pronos mutantur in annos, prima cadunt: ita verborum vetus interit aetas, et iuvenum ritu florent modo nata vigentque.” (Horaz, De arte poetica, V.  60-63) Mir als einem des Volkes hier unten bleibt nichts anderes, als mich den herrschenden Verhältnissen, sie lallend nachahmend, anzupassen, mit neuen Worten, anderen Sprachen die wie herbstliche Blätter verfliegenden toten Namen beiseite zu fegen.

Allerdings tröste ich mich mit dem alten Lateiner, dass dies offensichtlich ein Teil des ‘ohne jeden Zutun Gewordenen’ (der Natur) ist; und ich schicke mich deutsch darein.

 

Mit dankbarem Gruß, untertänigst
Bernhard Stumpfhaus

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Was ist Burjatisch? vom 12. September 2012

Sain Baina!

Guten Tag liebe Leser,

Die Burjatische Sprache ist die Sprache von Burjaten.  Sie fragen vielleicht, wer eigentlich die Burjaten sind?

Unter diesem Link können Sie sehen, wo genau das Burjatisch gesprochen wird:  Google Maps Burjatien

Die Burjaten sind die Urvölker der Region Baikalsee. Sie sprechen ihre Muttersprache, die zur mongolischen Gruppe gehört. Es ist noch bemerkenswert,  dass es in der Burjatischen Sprache ca. 10 Dialekte gibt, die sich teilweise wesentlich voneinander unterscheiden. Das burjatische Alphabet besteht aus kyrillischen Buchstaben.

Was die etymologische Bedeutung betrifft, ist es unklar, woher das Wort „burjatisch“ oder „Burjat“ stammt. Es gibt aber einige Vermutungen. Zum Beispiel, meine Mutter erzählte mir mal, als die Kosaken (Russen) zu uns kamen, nannten  sie uns „Bruder“ oder „das brüderliche Volk“.

Ich vermute, Sie sind gespannt, wie Burjatisch klingeln könnte. Habe ich erraten???

Unter diesem Link können Sie ihre Neugierde befreien. Da ist ein Lied von einer berühmten burjatischen Sängerin.

Das war ein kurzer Anfang zu meinem Thema „Burjatische Sprache“. Wenn Sie Fragen haben, können Sie mir sie stellen.

Bis zum nächsten Mal!   Bajarte!

Olga

 

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Praktikantin der Bibliothek stellt ihre Sprache vor. vom 12. September 2012

Olga Khabueva stellt ihre Sprache, Burjatisch, vor. Olga studiert Linguistik und ist zur Zeit Praktikantin in der Stadtbibliothek, Heilbronn. Sie kommt aus Irkutsk, Russland. Ihre Muttersprache ist Burjatisch. Das ist die Sprache des Volkes der Burjaten am Baikalsee. Olga wird über ihre Sprache und Kultur berichten und über ihre Erfahrungen mit anderen Sprachen, etwa Deutsch.

 

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Seen Trick schrieb am 5. Oktober 2012 @ 22:55

Olga , molodec!!! ^^
Viel Erfolg!

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Virtuelle Ausstellung: Konstruierte Sprachen für eine globalisierte Welt vom 5. September 2012

Sehr spannende Sache! Es geht da um konstruierte, erfundene und synthetische Sprachen… Lesen (nicht nur Durchklicken) sehr empfohlen!!

http://www.bsb-muenchen.de/Virtuelle-Ausstellung-Konstruierte-Sprachen.3570.0.html

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Hintergründe zu Sprach-Welten im Hanix Online-Magazin vom 1. September 2012

Im Hanix Online-Magazin gibt es ein Interview zu den Hintergründen des Projektes Sprach-Welten:

http://www.hanix-magazin.de/index_flash.html

-> Hanix Nr. 11, Inhalt: Rubrik Kulturbeutel 2; Sprachwelten – S. 50 ff.

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Woher stammen unsere Sprachen in Europa? vom 24. August 2012

Spannender Artikel bei Spiegel-online:

“Deutsch stammt aus der Türkei” von Julia Merlot

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“Das schönste deutsche Wort”… vom 22. August 2012

“akkommodabel” (Bärbel Ziegler, Österreich)
Mein schönstes deutsches Wort lautet: ‘akkommodabel’, weil es sich so schön hochgestochen anhört, wenn ich zum Beispiel sagen würde: ‘Ich bin nicht akkommodabel’ anstatt ‘anpassungsfähig’. Cool” (S. 89)

Ein wirklich schönes und unterhaltsames Buch, für alle, die Sprache sich auf der Zunge zergehen lassen wollen ;-)

Das schönste deutsche Wort, hg. v. Prof. Dr. Jutta Limbach, Ismaringen (Hueber Verlag), 2005
ISBN-10: 3190078912

Edit: Hier gibt es sogar einen Wikipediaeintrag zum ‘schönsten deutschen Wort’.

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Literatur: vom 20. August 2012

Guy Deutscher:

Warum die Welt in anderen Sprachen anders aussieht.

München: Beck, 2010

 

Standort Bibliothek Heilbronn:

Sprache Obm Deut

 

Verlagstext:

“Ich spreche Spanisch zu Gott, Italienisch zu den Frauen, Französisch zu den Männern und Deutsch zu meinem Pferd.” Die scherzhafte Vermutung Karls V., dass verschiedene Sprachen nicht in allen Situationen gleich gut zu gebrauchen sind, findet wohl auch heute noch breite Zustimmung. Doch ist sie aus sprachwissenschaftlicher Sicht haltbar? Sind alle Sprachen gleich komplex, oder ist Sprache ein Spiegel ihrer kulturellen Umgebung – sprechen “primitive” Völker “primitive” Sprachen? Und inwieweit sieht die Welt, wenn sie “durch die Brille” einer anderen Sprache gesehen wird, anders aus?
Das neue Buch des renommierten Linguisten Guy Deutscher ist eine sagenhafte Tour durch Länder, Zeiten und Sprachen. Auf seiner Reise zu den aktuellsten Ergebnissen der Sprachforschung geht Guy Deutscher mit Captain Cook auf Känguruh-Jagd, prüft mit William Gladstone die vermeintliche Farb-blindheit der Griechen zur Zeit Homers und verfolgt Rudolf Virchow in Carl Hagenbecks Zoo auf dem Kurfürstendamm im Berlin des 19. Jahrhunderts. Mitreisende werden nicht nur mit einer glänzend unterhaltsamen Übersicht der Sprachforschung, mit humorvollen Highlights, unerwarteten Wendungen und klugen Antworten belohnt. Sie vermeiden auch einen Kardinalfehler, dem Philologen, Anthropologen und – wer hätte das gedacht – auch Naturwissenschaftler allzu lange aufgesessen sind: die Macht der Kultur zu unterschätzen.

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Zunge, lingua, tongue – in Zungen reden, gespaltene Zunge… vom 9. August 2012

Gestern habe ich in einer Ausstellung dieses Bild hier gefunden. Ich dachte, es könnte ein Mottobild für das Projekt Sprachwelten sein:

 

Sprach-Spiel..

 

 

 

Der Künstler, Fernando Elvira, schrieb zu der Arbeit (die ja eine Collage ist und nicht nur ein Foto):

“ABOUT THE PHOTO:

In 2002, I was in Senegal on a football field taking pictures of kids, when this guy arrived with a knife, at first I thought that he wanted to rob me but he was only fooling around. So I asked him to put the knife in his tongue for a photo, then all the other kids wanted to do the same.”

 

Check his website,  if you need to see more artworks…

@ Fernando: I thank you a lot for sharing your work

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Gute-Nacht-Geschichten als Video: vom 1. August 2012

 

 

 

 

 

 

 

 

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Autor im Gespräch: Ilija Trojanow vom 9. Juli 2012

"Autor im Gespräch"
Montag, 17.9., 20 Uhr, Kammerspiele, Heilbronn
Eintritt: 7-/5- Euro
Ilija Trojanow Fotografie: (c) Thomas Dorn Ilija Trojanow; Fotografie (c): Thomas Dorn
Er hat Reiseführer und Sachbücher über Afrika geschrieben, dem britischen Kolonialbeamten und Reisenden 
Richard Francis Burton in "Der Weltensammler" ein Denkmal gesetzt und uns an seiner Pilgerreise nach Mekka 
"Zu den heiligen Quellen des Islam" teilhaben lassen.  Ilija Trojanow ist viel gereist und das nicht immer ganz freiwillig.  
Er war sechs Jahre alt, als die Familie aus Bulgarien nach Deutschland floh. Es folgten Jahre in Kenia, später längere 
Aufenthalte in Paris und Kapstadt.  Den Titel von Trojanows erstem Roman  "Die Welt ist groß und die Rettung lauert
überall" darf man getrost als Lebensmotto verstehen.  Als Schriftsteller ist er nicht  nur hoch produktiv,  sondern auch vielfach 
ausgezeichnet worden, zuletzt 2010 mit dem "Würth-Preis für Europäische Literatur" und 2011 mit dem Carl-Amery-
Literaturpreis. Sein jüngster Roman "Eistau" schildert sensibel das Aufbegehren eines Gletscherforschers, dessen 
Leben aus den Fugen gerät, als ,"sein" Gletscher stirbt. Ein aufrüttelndes Plädoyer für ein Leben im Einklang mit der 
Natur. Zuletzt hat Trojanow gemeinsam mit der Fotografin Anja Bohnhof ein Stadtviertel in Kalkutta porträtiert. "Stadt 
der Bücher" ist eine Liebeserklärung an die unzähligen Buchläden der College Street - und an das Buch schlechthin.

Gesprächspartner: Wolfgang Niess (SWR)
Kooperation der Stadtbibliothek und dem SWR Studio Heilbronn und dem Theater Heilbronn

    	
	

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Was andere melden: vom 6. Juli 2012

Der Deutschlandfunk berichtet:
(Zitat) “Zuwanderer sind besser ausgebildet als Einheimische
Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft untersucht die Ausbildung von Immigranten in den letzten 10 Jahren
Zuwanderer sind in Deutschland besser ausgebildet und deutlich jünger als die Einheimischen: Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Hier könne man die Wirkung einer bewusst gesteuerten Zuwanderungspolitik sehen, meint IW-Direktor Professor Michael Hüther.” (Zitat Ende)

Michael Hüther im Gespräch mit Sandra Pfister:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/campus/1803447/

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Die diesjährigen Teilnehmer der Gute Nacht Geschichten… vom 3. Juli 2012

… waren so inspiriert wie inspirierend. (Fotografien: Stadtbibliothek Heilbronn)

 

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Auch der Heilbronner Stimme scheint es gefallen zu haben… vom 3. Juli 2012

Stumme Fische und verschlafene Katzen; HNer Stimme, 27. Juni 2012, S. 29

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Gute-Nacht-Geschichten international vom 22. Juni 2012

Montag, 25. Juni, 19 Uhr

Am Theaterbrunnen
Gute-Nacht-Geschichten international

 

Stadtbibliothek Heilbronn, Berliner Platz 12, 74072 Heilbronn, Tel. 07131/56-3135

 

Wie immer um diese Jahreszeit veranstaltet die Stadtbibliothek gemeinsam mit dem Theater Heilbronn am 25. Juni um 19 Uhr die Gute-Nacht-Geschichten von Heilbronner Bürgern für Heilbronner Bürger am Theaterbrunnen. Dieses Jahr steht die Veranstaltung unter einem besonderen Stern, denn es werden diesmal keine Bücher vorgestellt oder aus ihnen gelesen. Stattdessen berichten sechs Menschen, die ihre Wurzeln in den verschiedensten Kulturen haben, darüber, mit welchen Geschichten oder Liedern in ihrem Herkunftsland Kinder in den Schlaf begleitet werden. Es wird interessant sein zu erfahren, wie unterschiedlich oder ähnlich dieses wohl friedlichste aller menschlichen Rituale in den jeweiligen Ländern ausfallen kann.

 

Aufgelockert werden die Geschichten durch zwei Einlagen, die indische und jüdische Schlaflieder vorstellen. Letztere werden vorgetragen von Nataša Rikanovi? (Kroatien, Serbien), weithin geschätzt durch ihre Teilnahme am Radelrutsch-Theater und natürlich durch ihre Beteiligung an den so verdienten Klinikclowns. Auf Vorschlag von Shamim Sattar, dem Vorsitzenden des Deutsch-Indischen Kulturvereins Heilbronn (Bharatiya), werden die indischen Lieder akzentfrei auf Hindi interpretiert von dem bekannten Stuttgarter Musiker mit griechischen Wurzeln, von Sakis Tsapakidis („Sakis“); ein besonderes Highlight des Abends.

 

Die Geschichten tragen verdiente Bürger der Stadt Heilbronn vor: Dr. Bora Tuncer (Türkei), ist Präsident des Turkish Round Table Club (TRTC). Yiping Stoll (China) gehört zu den engagierten kulturellen Mittler in Zusammenarbeit mit der Stabsstelle für Integration Heilbronn. Eugeniya Weber (Bulgarien), ebenfalls im Einsatz als kultureller Mittler für die Stadt Heilbronn, hat sich hier einen Namen gemacht durch ihre erfolgreiche interkulturelle Beratung bedeutender internationaler Unternehmen. Juliet Najjumba (Uganda), die eigens für die Veranstaltung aus New York anreist, ist in Heilbronn bekannt durch ihren Einsatz für die “African Culture Services”, die sie weltweit betreibt nicht zuletzt mit dem Ziel, in Masakaum den Aufbau einer Polytechnischen Schule für Waisenkinder zu fördern.

 

Man darf also gespannt sein, was es aus den verschiedenen Regionen der Welt zu erzählen gibt.

Bei Regen findet die Veranstaltung in den Kammerspielen statt.

 


 

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