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Paul Maar © Joerg Schwalfenberg

Autor im Gespräch: Paul Maar am 29.04.2016

Als Kind konnte er nie begreifen, wie die Erwachsenen es aushalten, ihr ganzes Leben lang ein und denselben Beruf auszuüben. Alle sieben Jahre wollte Paul Maar deshalb seinen Beruf wechseln. Tatsächlich begann der Kinder- und Jugendbuchautor zunächst als Bühnenbildner, dann wurde er Kunsterzieher, bis er das sichere Lehrerdasein gegen die freie Schriftstellerei eintauschte. Mit dem „Kleinen Känguruh“, dem „Träumer Lippel“, „Herrn Bello“, vor allem aber mit dem liebenswert frechen „Sams“ begeistert er die Kinder in aller Welt. Auch als Drehbuchautor und Verfasser von Theaterstücken hat er sich international einen Namen gemacht. Paul Maar ist heute der meistgespielte lebende deutsche Theaterautor und einer der renommiertesten und erfolgreichsten deutschen Kinderbuchautoren.

Nachdem das Sams sich einige Zeit auf seine Karriere als Filmstar konzentriert hat, gab es 2011 zur Begeisterung des Publikums ein neues Buch vom „Sams im Glück“, und vor kurzem gar „Ein Sams zu viel“. Das Sams, man weiß es seit dem ersten Band, wird man so leicht nicht los.

Gesprächspartner: Wolfgang Niess, SWR

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Karl-Heinz Ott © Peter-Andreas Hassiepen

Autor im Gespräch: Karl-Heinz Ott am 23.02.2016

Zuletzt hat er den Johann-Peter-Hebel-Preis und den Wolfgang-Koeppen-Preis bekommen. Mit seinem Roman „Ob wir wollen oder nicht“ war er für den Deutschen Buchpreis nominiert, mit seinem Groß-Essay über Georg Friedrich Händel für den Preis der Leipziger Buchmesse. Karl-Heinz Ott ist ein vielfach ausgezeichneter Autor, der durch die Eleganz und Musikalität seiner Sprache besticht. Auch Otts herausragendes Gespür für Dramatik und Inszenierung prägt seine Romane – jahrelang hat er am Schauspiel in Esslingen, Freiburg und Basel gearbeitet.  Sein neuer Roman „Die Auferstehung“ ist eine lustvoll-böse Satire über die heutige Erbengeneration, die in den 50er Jahren geboren wurde. Vier Kinder sind um den toten Vater versammelt, und ihre einzige wirkliche Sorge gilt der Frage, ob der Alte sein Vermögen am Ende vielleicht doch der ungarischen Pflegerin vermacht hat. Hinreißend komisch, bitterböse, in den Augen des SPIEGEL „großes Kino“.

Gesprächspartner: Wolfgang Niess, SWR

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Autorin im Gespräch: Terézia Mora am 20.10.2015


Seit dem Würth-Literaturpreis 1997 vergeht kaum ein Jahr ohne literarische Auszeichnung – bis hin zum Deutschen Buchpreis 2013 für ihren Roman „Das Ungeheuer“. Terézia Mora ist die „große Durchstarterin“ unter den deutschsprachigen Autoren – so vor kurzem die „Neue Zürcher Zeitung“. Unter dem Titel „Nicht sterben“ hat sie jetzt ihre Frankfurter Poetikvorlesungen veröffentlicht, die ganz und gar nicht akademisch daherkommen, sondern genaue, fast intime Einblicke in die Hintergründe ihres Schreibens erlauben. Terézia Mora erzählt von ihrer Kindheit und Jugend in einem ungarischen Dorf, berichtet über eine Welt der Repression und Verwahrlosung, denkt sehr genau darüber nach, wie diese Welt sie und ihr Schreiben bis heute prägt. Literatur ist für sie das wichtigste Mittel, „der Bestien draußen und drinnen Herr zu werden, handlungsfähig zu werden und andere dabei zu unterstützen.“ Ganz ungeschützt und offen gibt Terézia Mora in diesen Texten Einblick in ihr literarisches Schaffen und ihre Entwicklung als Autorin. „Nicht sterben“ wird deshalb – neben dem preisgekrönten Roman „das Ungeheuer“ – im Mittelpunkt des Gesprächs stehen.

Gesprächspartner: Wolfgang Niess, SWR

In Kooperation mit dem Theater Heilbronn und dem SWR Studio Heilbronn

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Matthias Nawrat © Sebastian Hänel

Autor im Gespräch: Matthias Nawrat am 15.11.2015

Gleich sein erster Roman „Wir zwei allein“ hat ihm 2012 den Literaturpreis des Kantons Bern und ein Jahr später den Förderpreis des Adelbert-von-Chamisso-Preises eingebracht. Für das Anfangskapitel seines zweiten Romans „Unternehmer“ wurde er beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt mit dem Kelag-Preis ausgezeichnet. Der Roman selbst hat es 2014 auf die Longlist für den Deutschen Buchpreis geschafft. Matthias Nawrat ist einer der Shooting-Stars der jüngeren deutschen Literaturszene. Er wurde 1979 im polnischen Opole geboren, kam mit zehn Jahren nach Deutschland, hat in Heidelberg und Freiburg Biologie studiert und danach ein Studium am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel/Bienne angeschlossen. Ob Liebeserklärung an den Schwarzwald und Porträt eines liebenden Mannes als Blödmann („Wir zwei allein“) oder höchst aktuelle Karikatur der gegenwärtigen Leistungsgesellschaft („Unternehmer“): Nawrats Texte bestechen durch ihre poetische Qualität, ihre Leichtfüßigkeit und ihre Doppelbödigkeit. Vielleicht gelingt ihm schon in diesem Herbst mit seiner „herzzerreißend traurigen, schaurig-komischen“ Geschichte einer polnischen Familie („Die vielen Tode unseres Opas Jurek“ ) der große Durchbruch.

Gesprächspartner: Wolfgang Niess, SWR

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Sibylle Lewitscharoff © SusanneSchleyer

Autorin im Gespräch: Sibylle Lewitscharoff am 06.11.2014

Es hat einige Zeit gedauert, bis sie sich ganz der Literatur verschrieben hat. Nach einem Studium der Religionswissenschaft und längeren Aufenthalten in Paris und Buenos Aires arbeitete Sibylle Lewitscharoff als Buchhalterin in der Berliner Werbeagentur ihres Bruders. Eher nebenbei schrieb die gebürtige Stuttgarterin mit bulgarischem Vater Radiofeatures und Hörspiele. Ein erstes Buch erschien 1994, aber ihre literarische Karriere begann vier Jahre später in Klagenfurt, wo sie mit einem Kapitel aus ihrer Erzählung „Pong“ den Ingeborg-Bachmann-Preis gewann. Seither folgt ein Preis dem nächsten – mit deutlich zunehmender Tendenz. Für „Apostoloff“ erhielt Sibylle Lewitscharoff  2009 den Preis der Leipziger Buchmesse. Der Roman über zwei Schwestern, die die sterblichen Überreste ihres bulgarischen Vaters von Stuttgart nach Sofia überführen, versetzte das deutschsprachige Feuilleton in einhellige Begeisterung. Auch ihr Roman „Blumenberg“ über den Philosophen Hans Blumenberg wurde mehrfach ausgezeichnet. „Bestürzend gebildet“ sei sie, war in „Literaturen“ zu lesen, Deutschlandradio Kultur nannte sie „eine der stärksten Stilistinnen der deutschen Gegenwartsliteratur“. Jetzt hat Sibylle Lewitscharoff ihren ersten Kriminalroman geschrieben. „Killmousky“ ist auch deshalb ein großes Lesevergnügen, weil der Roman die gängigen Vorgaben des Genres nicht allzu ernst nimmt.

Gesprächspartner: Wolfgang Niess, SWR

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Thomas Hettche © Thomas Andematten

Autor im Gespräch: Thomas Hettche am 23.04.2015

Zwei Mal schon hat er es auf die Shortlist für den Deutschen Buchpreis geschafft: 2006 mit seinem USA-Roman „Woraus wir gemacht sind“ und 2014 mit „Pfaueninsel“. Thomas Hettche gehört zu den herausragenden deutschen Schriftstellern. Schon während des Studiums – Germanistik, Filmwissenschaft und Philosophie – hat er seine ersten Texte veröffentlicht und galt in diesen Jahren als konsequenter Vertreter avantgardistischer Literatur. Für viele überraschend vollzog Hettche 2001 mit seinem Kriminalroman „Der Fall Arbogast“ eine Wendung zum sinnlichen Erzählen. Seither wird er nicht nur von der Kritik, sondern auch von den Lesern gefeiert. Sein neuer Roman „Pfaueninsel“ wird in den Feuilletons der Republik in den höchsten Tönen gelobt und hat sich zugleich zum Bestseller entwickelt. Die „Neue Zürcher Zeitung“ streicht an diesem „lebensklugen“ Buch besonders Hettches „stilistisch perfekte Erzählkunst“ heraus, die „Welt“ spricht vom „Roman des Jahres“, die „Zeit“ nennt „Pfaueninsel“ eine „großartige Verschränkung von kulturgeschichtlichem Essay, historischem Roman und Liebesgeschichte“.


Gesprächspartner: Wolfgang Niess, SWR

Veranstalter : In Kooperation mit dem Theater Heilbronn und dem SWR Studio Heilbronn

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Lutz Seiler © Jürgen Bauer/ Suhrkamp Verlag

Autor im Gespräch: Lutz Seiler am 23.02.2015

Gleich sein erster Roman „Kruso“ hat ihm 2014 den Deutschen Buchpreis beschert und ist zum Bestseller geworden. Seither ist Lutz Seiler in aller Munde. Jahrelang galt der gelernte Baufacharbeiter und studierte Germanist als Mann der kleinen Form. Seine ersten Gedichte hat Seiler während der Wehrdienstzeit bei der Nationalen Volksarmee geschrieben, und seither hat sein Interesse an Literatur nicht nachgelassen. In den Neunzigerjahren war er Herausgeber der Literaturzeitschrift „Moosbrand“ und hat „Berührt – geführt“ veröffentlicht, seinen ersten Band mit Gedichten.  Mit seiner Erzählung „Turksib“ hat er 2007 den Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb gewonnen und gezeigt, dass er nicht nur ein gefeierter Lyriker ist, sondern auch ein hervorragender Erzähler. Nun war man gespannt auf Seilers ersten Roman – und er hat die hohen Erwartungen noch übertroffen. Seine Geschichte über die DDR-Aussteiger auf Hiddensee ist ein großer Roman, der die Wendezeit aus einer sehr außergewöhnlichen Perspektive beleuchtet und sich deutlich abhebt vom Gedenk-Einerlei unserer Tage.

Gesprächspartner: Wolfgang Niess, SWR

In Kooperation mit dem Theater Heilbronn und dem SWR Studio Heilbronn

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Peter Stamm

Autor im Gespräch: Peter Stamm am 10.01.2013

In der Reihe „Autor im Gespräch“ war der Schweizer Schriftsteller Peter Stamm im Heilbronner Komödienhaus zu Gast. Im Mittelpunkt des Gesprächs mit dem SWR-Moderator Wolfgang Niess stand sein Debütroman „Agnes“: die vielschichtige und faszinierende Geschichte einer scheiternden Liebe. Es ging aber auch um Stamms jüngsten Erzählband und um einen Einblick in die „Werkstatt“ des Schriftstellers.

Auf vielfachen Wunsch bieten wir hier den Teilnehmern einen Mitschnitt der Veranstaltung an, den uns Herr Stamm freundlicherweise für diesen Zweck zur Verfügung gestellt hat.

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